Wintereinbruch am 20. Februar 2026

Der massive Wintereinbruch am 20. Februar 2026 forderte auch die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Untergralla über viele Stunden hinweg. Die starken Schneefälle führten im gesamten Einsatzgebiet zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen und Gefahrenstellen durch Schneebruch.

Hier finden Sie eine Zusammenfassung des Einsatzgeschehens:

Einsatzserie ab den frühen Morgenstunden

Die Alarmierungskette begann kurz nach 04:00 Uhr morgens mittels stillem Alarm. Der erste Einsatz galt einem umgestürzten Baum, der eine Fahrbahn blockierte. In der Folge entwickelte sich ein einsatzreicher Tag, an dem unsere Kameraden kontinuierlich zu verschiedenen Einsatzorten gerufen wurden:

  • Schneebruch: Mehrere Bäume hielten der enormen Last des nassen Schnees nicht stand und mussten von den Verkehrswegen und Häusern entfernt werden, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.
  • Fahrzeugbergungen: Zahlreiche hängengebliebene Fahrzeuge, darunter auch PKW des Roten Kreuzes und Schwerfahrzeuge, mussten aus ihrer misslichen Lage befreit oder abgesichert werden.

Kritische Situation auf der Umdasch-Straße

Ein besonders herausfordernder und gefährlicher Einsatz ereignete sich auf der Umdasch-Straße. Ein LKW war auf der glatten Fahrbahn ins Rutschen geraten und in die Leitschienen geprallt.

Die besondere Gefahr an dieser Stelle:

  • Direkt über dem verunfallten Fahrzeug verläuft die 120kV-Hochspannungsleitung.
  • Aufgrund der extremen Schneelast hingen die Leitungen zwischen Altgralla und Untergralla bedrohlich tief herab.
  • In Abstimmung mit dem Netzbetreiber musste hier mit äußerster Vorsicht vorgegangen werden, um eine Gefährdung durch einen möglichen Lichtbogen oder Spannungsüberschlag zu verhindern.

Bergung mittels Spezialgerät

Nachdem von der Stromleitung keine Gefahr mehr ausging, konnte mit der Bergung des LKW begonnen werden. Dazu wurden die FF Obergralla und das SRF der Stadtfeuerwehr Leibnitz angefordert. Da aber der Anhänger zu kippen drohte, musste die Bergung aus Sicherheitsgründen abgebrochen und ein Spezialunternehmen mit schwerer Bergetechnik angefordert werden. Dank der professionellen Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzkräfte konnte das Fahrzeug gesichert und die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Wir danken allen eingesetzten Kameradinnen und Kameraden für ihren unermüdlichen Einsatz unter diesen schwierigen Bedingungen sowie den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Geduld bei den notwendigen Straßensperren. Abschließend möchten wir uns bei der Polizei, der Stadtfeuerwehr Leibnitz und der FF Obergralla für die gewohnt gute Zusammenarbeit auch bei diesen herausfordernden Bedingungen bedanken.